10 Questions: HAPTER

Mit ihrer 2013 gegründeten Marke HAPTER wagen sich die beiden italienischen Designer Eric Balzan und Mirko Forti in luftige Höhen. Inspiriert von klassischen Bergsteigerbrillen, gingen die beiden ihren eigenen Weg auf der Suche nach alternativen Materialien und Produktionsmethoden.

Wie würdet Ihr die Philosophie von HAPTER kurz zusammenfassen?

Eine minimalistische und diskrete Mischung aus fortschrittlichem Design und natürlichen Materialien, verbunden durch einmalige Alchemie in der Herstellung. HAPTER ist sehr stark vom Bergsteigen und Einflüssen aus dem Militär inspiriert. Was reizt Euch an diesen Welten?
Unser Heimatort Belluno ist ein beschauliches kleines Bergstädtchen im Herzen der Dolomiten. Im Laufe der Zeit entwickelten wir die Idee der Berge weiter und aus einem reinen Spielplatz zum Bergsteigen und Snowboarden wurde dieser fast schon mystische Ort.

Woher kam die für Eure Marke unverwechselbare Kombination aus Edelstahl und Textilien?
Die Initialzündung kam von der ersten Militär-Gletscherbrille aus dem Ersten Weltkrieg, die wir 2009 entdeckt haben. Diese besteht komplett aus Baumwollstoff und war total unstrukturiert in der Verarbeitung. Wir haben hart daran gearbeitet, dieses gleiche Gefühl in einer zeitgemäßen Brillenkollektion umzusetzen.

Als junge Firma habt Ihr bereits einige hoch dotierte Auszeichnungen gewonnen. Was waren bislang die wichtigsten Meilensteine der Entwicklung?
Unser erster gewonnener Preis war der iF Product Design Award 2013, von dem wir sogar vor der eigentliche Firmengründung erfahren haben! Dann kam 2014 der German Design Award und vor kurzem auch der U.S. Good Design Award 2014. Speziell in der Optikbranche erhielten wir den Hong Kong Gold V-Award 2014 und sind sehr geehrt über die Nominierungen für den Silmo d’Or 2013 und 2014.

Was hat Euch am Brillenhandwerk gereizt und wie hat sich Euer kreativer Schaffensprozess im Laufe der Jahre entwickelt?
Für uns war dieses sehr komplexe System vor allem attraktiv aufgrund seiner sexy Kombination aus inspirierenden Designs, Materialien und Funktionalität.

Wie viele Brillen habt Ihr bislang hergestellt?
Ehrlich gesagt nicht besonders viele. Es ist eine gut ausbalancierte aber sehr limitierte Kollektion. Irgendwie fast schon privat und nur in ausgewählten Läden erhältlich.

Was ist die größte Herausforderung beim Entwerfen von Brillen für HAPTER?
Alles aus dem traditionellen Brillendesign kann man getrost vergessen! HAPTER besteht aus einem Skelett aus funktionellem Design im Zusammenspiel mit exklusiven Materialien, entwickelt aus einem nie zuvor dagewesenen Herstellungsprozess.

Euer Herstellungsprozess ist ziemlich einzigartig und komplex… und geheim.
Wie gesagt, das ist geheim, also kann ich nicht allzu viel verraten (lacht). Wir haben drei Jahre gebraucht, unser eigenes geheimes Netzwerk von Partnerlabors einzurichten, die allesamt auf einen bestimmten Produktionsschritt in der Herstellung von HAPTER ausgebildet wurden.

Wie hebt sich Eure Marke von anderen Brillenherstellern ab?
HAPTER vermittelt kulturelle und handwerkliche Erfahrung mit einzigartigem Wert. Dahinter steht jahrhundertealte Handwerkskunst, die in zeitgemäße Produkte umgesetzt wird.

Welche aktuellen Trends im Brillenbereich würdet Ihr gern wachsen sehen? Was sollte möglichst bald verschwinden?
Unser oberstes Ziel besteht darin, authentisch und eigenständig zu bleiben. Also meiden wir äußere Einflüsse, die unsere reine Sichtweise auf unser originelles Projekt verklären könnten.

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